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Review - Carinthia
Defense 4 - Schlafsack
 

Quickinfo
Hersteller: Carinthia
Link: Hompage
Preis: ca. 120€ - 160€
 
Äußere Schicht: Shellproof 100 % Polyamide micro fibre
Innere Schicht: Shelltrans 100 % Polyamide micro fibre
Isolationn: GLT Hollow Fibre
Farbe: Olive RAL 7013
Wohlfühlbereich: -15°C
Extrembereich: -34°C
Größen: 185-200 cm
Gewicht: 1850-2000 Gramm
Form: Mumienschlafsack

Dieser Schlafsack wird unter anderem auch beim österreichischen Bundesheer verwendet, was zwar nicht automatisch bedeutet, dass er super ist, aber schon einmal auf bessere Qualität hinweist. Diesen Schlafsack konnte ich schon unter mehreren Umständen testen, und bin mehr als überzeugt von diesem Schlafsack. Nicht nur das er wärmend ist, er ist auch sehr strapazierfähig und wasserabweisend.

Auf die genaueren Testbedienungen gehe ich später ein.

Davor noch einige Details:

  • Der Frontreißverschluß, welcher von innen und außen betätitbar ist, ist extra "überlappt" damit hier keine Kälte eindringen kann.
  • Das Kopfteil ist mit Kordelzügen ausgestatte, um auch bei extremer Kälte ein möglichst kleines "Sichtfenster" zu gewährleisten.
  • Das Isolationsmaterial besteht aus einer Kunstfaser, welche beim Packen gut komprimiert werden kann, aber dennoch hervorragend isoliert.
  • Zusätzlich beim Lieferumfang ist ein Kompressionssack beigelgt, welcher das Packmaß zusätzlich reduziert, und Wasserabweisend ist. Sollte man den Schlafsack in freier Natur ohne Zelt verwenden wollen, empfiehlt sich noch ein Goretex Überzug, der Wasserdicht ist.

Der Schlafsack ist für einen Wohlfühlbereich von -15°C ausgelegt, was bedeutet, dass man bis zu dieser Temperatur noch im Schlafsack problemlos durchschlafen könnte, und somit seine "Kampfkraft" erhaltet oder wieder stärkt. Jedoch sind nicht alle Menschen gleich Temperaturempfindlich. Eines jedoch gilt für jeden Schlafsackbenutzer: Man sollte möglichst wenig im Schlafsack anhaben. Unterhemd und Unterhose sind völlig ausreichend, sollte einem dann immer noch zu kalt sein, oder kalt werden, kann man immer noch etwas anziehen. Hat man allerdings vorher schon Hose, Pullover und Socken an, fällt es einem schwer, sich mitten in der Nacht mit noch weiteren Dingen zu wärmen.

Zur Pflege:

Der Schlafsack sollte immer dekomprimiert gelagert werden. Wird er über langen Zeitraum im Kompressionssack gelagert, verliert er seine Wärmedämmung. Auch nach jedem Waschgang kann er anscheinend bis zu 30% seiner Wärmedämmung verlieren. Deswegen sollte man nach dem Schlafen, falls möglich, den Schlafsack erst gut druchlüften und dann erst wieder verstaun.

Nun zu den verschiedenen Testbedienungen:

Zu meiner Person vorweg: Ich friere besonders bei den Füßen sehr leicht, und daher ist ein guter Schlafsack bei mir Pflicht, falls ich etwas Schlaf möchte.

1.) Temp. ca -20°C, Schlafplatz: Betongarage, Isolation: Holzbretter und Isomatte
Unter diesen Umständen konnte mich persönlich der Schlafsack nicht mehr ausreichend wärmen, damit
ich die Nacht durchschlafen konnte. Ich kam auf rund 4 Stunden Schlaf, und mußte mir zusätzlich zu Unterwäsche noch Socken, Pullover, Hose und Kappe anziehen. Allerdings werden Betonflächen oder Gestein bei diesen Temp. eher gemieden, da sie besonders die Kälte speichern. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, unter solchen Umständen zu schlafen sehr gering.

2.) Temp. ca -5°C, Schlafplatz: Feldbett auf Wiese, Isolation: Keine
Über nacht bildete sich eine leichte Frostschicht auf dem Schlafsack. Der selbst lies jedoch keine Nässe durch. Wegen der fehlenden Isolation wurde mir über nacht kurzzeitig zu kalt. Da der Rückenbereich des Schlafsackes (wo man draufliegt) ja komprimiert ist, und somit ein Teil der Isolationsstärke flöten geht, ist eine zusätzliche Isolation am Rücken so gut wie IMMER nötig. Nachdem ich mir eine Fleece-Windstopperjacke untergelgt hatte, konnte ich jedoch meinen Schlaf durchgehend fortsetzen (nur mit Unterwäsche bekleidet).

3.) Temp. ca. +1°C, Schlafplatz: Schneebiwack, Isolation: ISO-Matte
Unter solchen Umständen macht biwackieren richtig Spaß. Der Schlafsack hält mehr als warm, man
könnte sogar ohne Unterlaibchen noch übernachten. Es gibt keine kalten Stellen im Schlafsack und die Temp. könnten sich sicher bis -5°C belaufen und man würde noch wohlig warm schlafen.

4.) Temp. über 15°C, Schlafplatz: Zimmer/Freie Natur, Isolation: keine
Bei diesen Temperaturen benötigt man keine Iso-Matte (bei warmen Boden) mehr. Außerdem wird der Schlafsack unerträglich warm (man schwitzt), weswegen man ihn eher als "Decke" verwenden sollte, oder zu einem leichteren Schlafsack oder ähnlichem greifen sollte.

Fazit: Ein super 3 Jahreszeiten Schlafsack, der mit der richtigen Isolation und Schlafplatz auch kälteempfindlichen Personen wie mir, Temperaturen bis zu ca. -10°C ein Durchschlafen ermöglicht. Im Sommer sollte man aber auf etwas anderes zurückgreifen, da dieser Schlafsack da eher eine Sauna gleicht.

 

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