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Stellungnahme des Airsoft Sport Vereins Tirol zu den jüngsten Medienberichten in Österreich über das Thema Airsoft
 

Spät aber doch hat sich der Vorstand des Airsoft Sport Vereins Tirol dazu entschlossen, Stellung zu Medienberichten im Stil des Artikels der Tiroler Tageszeitung vom 21.08.2003 zu nehmen.

Aussagen, welche den Sport Airsoft in das Abseits gesellschaftlicher Anerkennung drängen, sind tatsächlich an der Tagesordnung und für die österreichische wie auch internationale Szene nichts Neues. Dass diese Aussagen jedoch aufgrund mangelnder Recherche an den Haaren herbeigezogen sind und jeglicher Grundlage entbehren, verletzt die ausübenden Spieler zutiefst und grenzt bereits an Verleumdung.

Als stets militante Söldnerspieler belächelt zu werden, Personen, ohne je die wahren Hintergründe zu erfragen, mit der rechts- oder linksradikalen Szene in Verbindung zu bringen, den Stempel der Gewaltbereitschaft aufgedrückt zu bekommen, ewig in der Angst zu leben, dass schwarze Schafe (die übrigens in allen Sportsparten vertreten sind) durch, selbst von Mitgliedern der Community aufs schärfste verurteilte – Dummheiten ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden und last but not least von kaum jemandem ernst genommen zu werden, ein Spinner zu sein – womöglich gefährlich! Diese Aspekte und noch mehr sind das Los von gewöhnlichen Menschen, die alltäglichen Berufen nachgehen, dort anerkannt sind und in keiner Weise auch nur den Funken einer „Anomalie“ aufweisen. Doch wehe sie schlüpfen in ihre Rolle als Airsoft-Spieler und gehen eine Spiel nach, dass neben Teamgeist, Taktik, Ausdauer, Fairness und Geschick auch noch viel Freundschaft fördert, wenn nicht gar voraussetzt. Reden wir von Airsoft? Dem - laut eines Paintball-Spielers (!) - militanten Söldnerspiel? Ja, wir reden von Airsoft, nicht von Fußball, Eishockey, Handball und anderen Mannschaftssportarten, die genau dieselben Ziele verfolgen.

Das einzige, das uns von oben erwähnten Sportarten unterscheidet, ist die Aufmachung, das Drumherum wie man so schön sagt. Und zugleich auch der einzige wahre Kritikpunkt, den wir der Gesellschaft sozusagen „durchgehen“ lassen. Als eine unserer Aufgaben als Verein sehen wir es an, diesem Kritikpunkt beispielsweise mit Hilfe dieser Stellungnahme, einer Homepage und viel Aufklärungsarbeit in persönlichen Gesprächen entgegenzuwirken. Sehr aufwendig und nur schwer durchführbar, wenn man zwar einerseits gesprächsbereit ist und seinen Standpunkt erläutern möchte, aber andererseits Zeitung und Fernsehen den Massen reißerische Berichte über das militante Kriegsspiel Airsoft liefern wollen und schnell einen anerkannten Erziehungswissenschaftler zitieren, der dem Volk die einzige Wahrheit verkauft.
"Das Spiel dient als Ersatz für eine Gewaltbereitschaft, die im Alltag nicht mehr ausgelebt werden kann. Hier wird gewaltbereites Potenzial angesprochen und geweckt" (Bernhard Rathmayr in: Tiroler Tageszeitung 21.08.2003). Abgesehen von der Tatsache, dass alle Sportarten irgendeine Art von Energie abbauen und nicht selten die zur Gewaltbereitschaft, widerspricht sich Herr Rathmayr in seiner Aussage selbst: Beruhigend zu wissen, dass junge Menschen ihr Gewaltbereitschaft in Form eine sportlichen und fairen Wettkampfs völlig ungefährlich auf eigens gemieteten und abgesperrten Grundstücken und vor allem auf vollkommen legale Art und Weise abbauen. Viel schlimmer wäre doch die Situation, wenn eben jene, „im Alltag nicht mehr ausgelebte“, Gewaltbereitschaft auf Demonstrationen, Party- und Diskobesuchen usw. zum Vorschein kommt.

Auch ein weiteres, extrem häufig verwendetes Argument spricht Bernhard Rathmayr in seinen Ausführungen für die Tiroler Tageszeitung an: "Es geht nicht um eine friedliche Lösung, der Gegner wird ganz einfach ausgeschaltet.“ (Bernhard Rathmayr in: Tiroler Tageszeitung 21.08.2003).

Bei genauerem Hinsehen geht es in unseren Spielen (auch durch die Spielregeln bedingt) sehr wohl auch um möglichst friedliche Lösungen. Dennoch bleibt es einfach von Zeit zu Zeit unvermeidbar, den Gegner (ähnlich dem Fechten oder Boxen) zu treffen. Uns dabei aber eine Tötungsabsicht aufzwängen zu wollen, weißen wir entschieden von uns, denn diese Ansicht, die vor einiger Zeit von steirischen Kinder- und Jugendanwälten (ARGE) in einem ORF-Thema Bericht geäußert wurde, verabscheuen wir gleich, wie unsere schärfsten Kritiker.

Bleibt also immer noch das Aufsehen erregende Drumherum, die „Waffen“, die Tarnkleidung, usw. Sie sind schlicht und ergreifend Mittel zum Zweck, gehören zu Airsoft wie der Degen und die Schutzkleidung zum Fechten, der Baseballschläger zum Baseball, das Schachbrett und die Figuren zum Schachspiel.

Abschließend entschuldigen wir uns bei jenen Personen, die schlechte Erfahrungen mit Airsoft gemacht haben, für Dummheiten, die weder der Airsoft Sport Verein Tirol noch ein anderer österreichischer Verein begangen hat, sondern Kinder, die es einfach nicht besser wussten und jemandem einen Streich spielen wollten. Auch wir sind dadurch berührt und betroffen und arbeiten gegen eine unkontrollierte Verbreitung von Airsoft Spielzeug.

Zugleich aber erwarten wir eine Entschuldigung jener Personen, die Airsoft als militant, illegal und Gewalt verherrlichend bezeichnen und ihre subjektive Meinung über die Medien verbreiten. Airsoft ist legale und legitime Sportart, die keine Konflikte mit der Öffentlichkeit sucht, sondern lediglich akzeptiert werden will.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand des Airsoft Sport Vereins Tirol

 

© 2002 - 2010, Airsoft Sportverein Tirol  |  IMPRESSUM   

:: Der ASVT distanziert sich ausdrücklich von links-, rechtsradikalen sowie sonstigen gewaltverherrlichenden Gruppierungen. Weder gehören wir einer politischen Richtung an, noch befürworten wir jegliche politische Aktivitäten innerhalb des Vereins. 

:: Der Vorstand des ASVT ::

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